Unser Herbst Quarterly: Was Homer Simpson, ein 10-Jahres Jubiläum und Pokémon gemeinsam haben?
Entwickler können mehr als coden. Das beweist das Team von LEAN-CODERS immer wieder. Am Freitag, dem 10. Oktober 2025, haben wir Pull Requests gegen Pinsel getauscht, unser Wiener Büro kurzerhand in ein Mini-Atelier verwandelt – und herausgefunden, dass offenbar alle heimlich Keramikkünstler werden wollten. Wer hätte das gedacht?
Zuerst das große Jubiläum: Niki – unser allererster Mitarbeiter – feiert bei LEAN-CODERS sein zehnjähriges. Zehn Jahre. Ein volles Jahrzehnt aus Shippen, Debuggen und dem stoischen Überleben von mindestens drei Framework-Hype-Zyklen. CEO Chris hielt die Laudatio – viele, viele, viele Geschichten, die man besser nicht erzählt, inklusive einem kleinem aber feinem Fotoarchiv aus den letzten zehn Jahren, was für entsprechende Lacher sorgte. Danach wurde ordentlich gefeiert: ein Homer-Simpson-Kuchen mit der natürlich ironisch gemeinten Aufschrift „Happy Anniversary - now go back to work!", ein personalisiertes Skate-Deck (ja, es ist fahrtüchtig; nein, wir fahren damit nicht durch den Flur), ein Bonus und extra Urlaubstage. Wenn Loyalität eine Versionsnummer hätte – Niki hat gerade das LTS-Release freigeschaltet.
Dann kamen die echten Profis. Das Team von Potteria baute bei uns im Büro auf und brachte uns in wenigen Stunden bei, Keramik so zu bemalen, dass es zumindest so aussah, als hätten wir Ahnung.
Tassen, Schüsseln, Teller, Vasen: die Auswahl füllte mehrere Tische, und der Andrang war entsprechend. Etwa 20 Leute drängten sich drumherum, jeder auf der Suche nach dem richtigen Stück. Viele blieben nicht bei einem: Wer einmal angefangen hatte, wollte einfach weitermachen (manche sogar noch am Tag darauf). Am Ende hatte fast jeder zwei, drei Teile vor sich – Gradienten, Spritzer, Masking, Layering, und natürlich den Klassiker: „Sieht jetzt langweilig aus aber die Glasur wird's schon richten."
Unsere Highlights:
- Die Splatter-Queen (alias Aneta im Splatter-Modus): Enthusiastische Farbverteilung auf Teller, Tisch und Boden. Abstrakter Expressionismus meets Büroreinigung.
- Poké-Keramik von Thomas: Ein selbstbewusster Gengar und ein frecher Ditto. Gotta Glaze 'em all.
- Die Jules-Bowl-Debatte: Ist das ein Swimmingpool voller Nackedeis, oder malt er da kleine Badeanzüge rein? Und warum schwimmt da ein pinker Donut vorbei? Kunst stellt Fragen.
- Alex gegen die Zeit: Vier Stunden konzentriert an einer Tasse – und sie war beim Abgeben noch nicht ganz fertig. Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit.
- Marcs Identitätskrisen-Tasse: Ein Bierglas, gemalt auf einen Kaffeebecher. Verwendungszweck noch offen – Frühstück für Champions oder ein Feature-Request, den niemand kommen sah?
- Matthias' Surf-Skate-Session: Er brachte sein Surfboard-Skateboard mit und legte zwischen zwei Pinselstrichen lässig Instructor-Level-Moves hin.
Unsere Take-Aways (abgesehen von den Farbflecken):
- Wer den ganzen Tag Software baut, die man nicht anfassen kann, vergisst manchmal, wie es sich anfühlt, am Ende etwas in der Hand zu halten. Eine Tasse, ein Teller – egal wie schief er geworden ist.
- Nikis Jubiläum hat uns daran erinnert, dass Teamzusammenhalt aus echten Momenten besteht: einer guten Laudatio, einem Lachen, einem Skate-Deck und gemeinsmer Zeit
- Und offenbar steckt in mehr als einem von uns ein heimlicher Keramik-Maler.
Nachdem wir die Pinsel weggelegt haben, sind gemeinsam ins Pub – Bier, gutes Essen, angeregte Gespräche. Die bemalten Stücke kamen ein paar Wochen später gebrannt zurück, und die Freude war groß über die eigenen Meisterwerke. Der eine oder andere hat durch unser Quarterly vielleicht ein neues Hobby entdeckt.